India 2016
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India Diary 05 | Heiliges Varanasi

...die Farben!!!!

Ach du heilige Scheisse, ist das heiß! Heute Nacht diverse Male die AC an und wieder ausgemacht. An heißt 25 Grad, aber es bläst glaube ich kälter raus, ohne ist besser für uns, weil mittlerweile alle außer mir Schnupfen haben. Ich hatte mich tatsächlich nur übergessen:) Die Jungs haben fast bis mittags geschlafen, trotzdem noch Frühstück bekommen und auch Glenn ist jetzt cleverer Weise von Omlett ( da erinnert er mich so an seinen Papa, der im Ausland auch immer erstmal bei seinen Essgewohnheiten bleibt , wie z.B. In Indien immer nach Beef zu fragen:), um irgendwann zu merken, dass das entweder nicht vorhanden ist , nicht schmeckt oder einem das Einheimische einfach besser bekommt )- auf Porridge umgestiegen, das immer gut ist. Jetzt muss noch Mamas schlechte Angewohnheit aus ihm raus. Er hat als einziger 2 Schüsseln gegessen, um dann völlig fertig festzustellen, dass wie bei mir gestern die letzte Portion überflüssig war- aber lecker! Wir lassen es gaanz easy angehen. Es gibt eine Reiseführerempfehlung für einen Laden, in dem man gut Textilien einkaufen und anfertigen lassen kann und die einen netterweise auch vom Hotel abholen. Abenteuerliche halbe Stunde Fahrt. Alles ist in der Armut, in dem Dreck, so hübsch gemacht – ob das die metallenen Schutzverkleidungen der Rikshaw-Rücklichter sind, die individuell geprägten Metallsitze der Fahrradrikshaws, jeder Laster ist handbemalt, warum ist das hier so? Immer noch ein frisches Blütchen, noch ein buntes Bändchen, noch eine kleine Bordüre…..dieses Gefühl fürs Detail- das berührt mich / haut mich um / lässt mich Lächeln. Der Neo lernt, doch immer sein Tuch in Zukunft mitzunehmen, weil’s olfaktorisch manchmal halt eine Herausforderung ist.  Ich würde gerne noch viel mehr zu Fuß unterwegs sein und überall noch genauer hinschauen- was wird da wie repariert, was verkaufen, kochen und verarbeiten die und wie…. Rikshaw ist da eh schon die beste Alternative, weil man relativ langsam unterwegs ist und nah dran. Meine Jungs stehen da nicht so drauf, also aufs rumlaufen. Tja, ich fands in dem Alter auch schon geil.
Der Laden ist Klasse und alle Jungs bekommen ein Hemd angefertigt und ich 3m braune indische Wildseide als Ersatz für meinen dunkelroten Mönchsschal von Sharon. Habe mit Entsetzen und auch Scham über meine Schusseligkeit auch Dingen gegenüber an denen ich wirklich hänge, beim Packen für Indien feststellen müssen, dass ich ihn nach 10 Jahren jetzt doch auch verloren habe und nicht mal weiß, wann und wo! Liegt er vielleicht bei einem von euch?
Wir machen jetzt erstmal Pause, UNO spielen vor dem Ventilator mit diesem unglaublichen Ausblick über „den breitesten Fluss, den ich je gesehen hab. Der ist ja breiter als der Tegersee. Ist das überhaupt ein Fluss?!“ (Remo)Und noch eine berechtigte Frage: „KANN man sich darin überhaupt waschen?“(Glenn).
Kleine Siesta und Remo bringt Neo Backgammon bei. Es ist fünf. Ich will jetzt raus, Ghats ablaufen und überhaupt LAUFEN -was sehen! Die Jungs haben aber Hunger. Wollen sich aber nicht mit Strassenessen- gute, frische momos z.B. -zufriedengeben, also enden wir als einzige in einem sehr hässlichen israelischen Laden- drinnen, wo das Essen ewig dauert und den Jungs dann nicht schmeckt. Grrrrr.
Jetzt schlendern wir ein bisschen durch die Straßen, weil der Ganges aber so viel Wasser führt, kann man nicht am Ufer entlang, sondern muss immer wieder zurück auf die Hauptstraße und dann die nächste Abzweigung zum Fluss finden. Da ist der Weg das Ziel!!!! Die Jungs sind ungefähr so kooperativ wie ich, wenn ich hungrig bin. Wir fahren mit der Fahrradrikshaw die 500 m zurück zum Hotel, das ja Gott sei dank direkt am 1. Ghat, dem Assi Ghat liegt, an dem gerade die abendliche Zeremonie stattfindet. Die Jungs gucken 10 min und fragen dann ob sie schon mal ins Hotel können. Das ist allerdings geil. Schön, dass sie da selbständig sind. Ich bleibe noch fast eine Stunde, schaue, wie Messingbehälter mit Rauch und mit Feuer geschwenkt werden, gesungen, geklatscht, gebimmelt und Blütenblätter hochgeworfen werden. Zum Schluss folgt dann natürlich die rituelle Waschung , bei der man ein bisschen Fluss-Wasser in den Mund nimmt und sich den Rest übers Haar streicht.
Um morgen was zu sehen, habe ich mich vom Hotel gerade an Ricci weiterleiten lassen, der ins Hotel kam und uns jetzt morgen von 9-12 und von 16-20 Uhr führt, zu Fuß und mit Rikshaw. Ich hab ein gutes Gefühl!  2 Schalen Reis noch vom Hotel für die wieder/noch hungrigen Jungs und jetzt Betti gehen.
Shantaram…..

Puris, Porridge, Lassis, Massala Tea

Breakfast: Puris, Porridge, Lassis, Massala Tea

Beim Überqueren des offenen (Ab-)Wasserkanals.

Beim Überqueren des offenen (Ab-)Wasserkanals.

Im Stoffladen. Neo bemerkt, dass ich einen Ohrring verloren habe und ich finde ihn vor dem Laden wieder. Yeah!!! So kann ich ihn reparieren lassen.

Im Stoffladen. Neo bemerkt, dass ich einen Ohrring verloren habe und ich finde ihn vor dem Laden wieder. Yeah!!! So kann ich ihn reparieren lassen.

Diese wunderschönen handbemalten Rickshwas

Diese wunderschönen handbemalten Rickshaws

Kühe, Schweine, Kacka, alles da...

Kühe, Schweine, Kacka, alles da…

:)))

:)))

Momos. So guckt er immer erst mal und dann ist es lecker:)

Momos. Anfängliche Skepsis und dann ist es lecker:)

Bitte schaut! Diese winzige, pittoreske Moschee, die sich da in den Himmel reckt.

Bitte schaut! Diese winzige, pittoreske Moschee, die sich da hinter den Früchten farbenfroh behauptet.

Was für ein Licht!

Was für ein Licht!

...die Farben!!!!

…die Farben!!!!

...ganz unbeeindruckt ist auch er nicht...

…beeindruckt.

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Kleiner Shiva-tempel mit Shivas Tier, der Kuh, die immer auf ihn wartet, falls er irgendwohin muss.

Schön warm ist es, die Grillen zirpen, überall Kohlefeuer, Essendüfte, man lebt praktisch auf, in, um die Tempel

Schön warm ist es, die Grillen zirpen, überall Kohlefeuer, Essendüfte, man lebt praktisch auf, in, um die Tempel…und wie selbstverständlich werden die Schuhe ausgezogen:) Erste Hürde geschafft!!!

Während der abendlichen Puja. Es wird laut gesungen und geklatscht...

Während der abendlichen Puja. Es wird laut gesungen und geklatscht…

Mein Lieblingsladen! Ein Paan-Verkäufer mit einem Kunden vor seiner 2 qm großen Baracke mit Aussicht, in der er wohnt und arbeitet am strategisch perfekten Platz

Mein Lieblingsladen! Ein Paan-Verkäufer ( Man sieht nur seinen nackten Fuß durch seine Tür)mit einem Kunden vor seiner 2 qm großen Baracke mit Aussicht, in der er wohnt und arbeitet am strategisch perfekten Platz

Mitten in der Menge auf den Stufen haben Maisverkäuferinnen ihren festen Platz. Ich mag das, wie sie ihre Kohle zusammenschieben, wedeln ( überall auf der Welt mit anderen Utensilien) aufmerksam den Mais wenden und schwatzen.

Mitten in der Menge auf den Stufen haben Maisverkäuferinnen ihren festen Platz. Ich mag das, wie sie ihre Kohle zusammenschieben, wedeln ( überall auf der Welt mit anderen Utensilien) aufmerksam den Mais wenden und schwatzen.

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Nach der Zeremonie. Rituelles Waschen und schwimmende Lichter auf den Ganges setzen.

Mit Blick auf den Ganges gesendet

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